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Kōan: Vertrauen

Zuhause / Österreich

Kōan ist ein Begriff des Zen Buddhismus, ein Kōan ist ein Paradoxon, etwas „Unlogisches“ oder gar eine Begebenheit, die zu einem tiefen, inneren Verständnis, führen soll. Um sich mit einem Kōan auseinanderzusetzen, begibt sich der oder die Suchende raus aus der logisch denkenden Instanz - dem Verstand - und beginnt tief in sich hineinzugehen. Das Kōan wird zum täglichen Begleiter und auf diesem Weg offenbaren sich stetig Erkenntnisse.

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich nun schon mit Vertrauen, bei dem es sich um ein allumfassendes Thema handelt; einige Aspekte meines Kōans möchte ich mit euch teilen:

 

„Wenn du im Vertrauen bist, kann dir nichts passieren.“

 

Was ist Vertrauen?

 

Vertrauen steht immer in Relation zu etwas, zum Beispiel in Relation zu anderen Menschen. Beziehung zu anderen zu haben, gehört zu unserem Wesen. Ein wichtiger Schlüssel meines Kōans ist, dass wir aber auch in Beziehung mit Mutter Erde und dem Universum sind. Manche von uns sind auch in Beziehung mit etwas Göttlichem, auf verschiedenste Weisen.

Die Bewusstwerdung über diese Verbindung, war ein wertvoller Schlüssel für mich. Denn dadurch bin ich wieder in Beziehung mit der Natur und dem Universum, mit all dem Leben um mich herum getreten und nun sind sie meine Weggefährten. Daraus schöpfe ich Vertrauen.

Vertrauen steht auch in Relation zu Glaube. Tiefer Glaube, zu glauben, dass alles gut wird, stärkt das Vertrauen, dennoch muss ich betonen, dass es leichter gesagt ist als getan. Ich habe teilweise versucht, es mir einzureden, aber gefühlt habe ich es nicht.

Dadurch habe ich festgestellt, dass mir der Glaube an sich fehlt. Im Gespräch mit gläubigen Menschen fand ich heraus, dass diese, egal an was sie glauben,  in ihrem Ur-Vertrauen gefestigt sind. Denn im Göttlichen scheint die Erklärung für das Unerklärliche versteckt zu sein.

Als Kinder besitzen wir alle ein unbekümmertes Maß an Vertrauen, wir müssen vertrauen, da wir auf andere angewiesen sind.

Mit den unterschiedlichen Erfahrungen, die wir machen, legen sich bei manchen, so auch bei mir, dicke Schichten über das Ur-Vertrauen, bis wir uns irgendwann völlig davon entfernen. Allerdings bin ich der Meinung, dass das uns mitgegeben Ur-Vertrauen nie verloren geht. Es ist immer da, wir müssen es nur von den unnötigen Schichten befreien.

Eine weitere Erkenntnis meines Kōans ist, dass du als Erwachsener immer die Wahl hast, ob du vertrauen möchtest oder nicht. Spannend ist, wie sich deine innere Haltung ändert, wenn du dich dafür entscheidest, einfach zu vertrauen: es wird plötzlich alles leichter, denn im Vertrauen wird alles gut.

 

Wie kannst du ins Vertrauen kommen?

 

Ich habe gelernt, dass Vertrauen Übung braucht, außerdem braucht Vertrauen Zeit. Oft passieren Dinge, die wir im ersten Moment nicht verstehen können oder einfach nicht wahrhaben wollen. Wenn wir uns aber im Vertrauen üben, dann lernen wir anzunehmen was ist, mit dem Glauben daran, das es genauso sein muss.

Wer hat das nicht schon einmal auf diese Weise erlebt? Etwas Unvorhersehbares ist geschehen, anfangs hat diese Begebenheit vielleicht Verzweiflung ausgelöst, irgendwann später konnte man aber sagen: wäre dies damals nicht passiert, dann wäre ich heute nicht hier.

Vertrauen ist für mich ein Sein-Zustand in dem man entweder ist oder eben nicht ist.

Ich selber war es lange nicht, konnte nicht verstehen, warum gewisse Dinge passieren, dachte das Leben wendet sich gegen mich.

Akzeptanz, Affirmationen, Dankbarkeit und mein Körper haben mir dabei geholfen ins Vertrauen zu kommen. Außerdem hat mir die innere Einstellung, jede Erfahrung als eine Chance für Wachstum zu sehen, vieles leichter gemacht. So wurde das Leben zu meinem Lehrer, nicht zu meinem Feind.
 

Akzeptanz ist der Schlüssel, um dich dem Vertrauen nicht zu verschließen, denn wenn du das Leben, das dir passiert, immer als negativ bewertest, dann bist du nicht im Vertrauen.

Übe dich täglich in Akzeptanz – in alltäglichen Situationen – übe dich darin, alles so anzunehmen, wie es eben ist, ohne einen negativ behafteten inneren Dialog.

 

Affirmationen können dir helfen, dein Unterbewusstsein umzuprogrammieren.

Gerade abends vor dem Schlafen hast du einen guten Zugang zum Unterbewusstsein: wähle für dich stimmige Affirmationen, die positiv formuliert sind.         

Eine meiner Lieblingsaffirmationen:  Everything is working out for me.

 

Auch Dankbarkeits-Journaling kann dir helfen, deinem Unterbewusstsein zu vermitteln, dass du Vertrauen darfst, denn du wendest dich dadurch all den guten Dingen in deinem Leben zu. Schreib nicht nur auf wofür du Dankbar bist, sondern überlege dir auch, warum du dafür dankbar bist, vielleicht kannst du ein Gefühl damit verbinden etc.

 

Finde heraus, wo in deinem Körper Vertrauen sitzt. Das gilt es zu erspüren. Dabei kann die Lehre der Chakren-Energiezentren im Körper hilfreich sein. Das Ur-Vertrauen sitzt demnach im Wurzelzentrum dem Muladhara Chakra, das sich zwischen deinen Genitalien und deinem Steißbein befindet, seine Farbe ist rot. Fühle dich hinein und spüre die Energie dieses Chakras. Mit einem Chant oder Mantra kannst du dieses Chakra stärken.

Ein Mantra wäre zum Beispiel: Ich bin sicher und in der Welt und in meinem Körper zuhause.

 

Ich wünsche dir, dass auch du,  immer mehr ins Vertrauen kommst.

 

Hier geht’s zu meinem Newsletter: https://mailchi.mp/5b0116b3c53a/lebensthemen

           

Kontakt:

Anna Hartmann

 anna_hartmann(at)hotmail(dot)de

Vinyasa Yoga & Yin Yoga Lehrerin
Dipl. Mentaltrainerin i.A

 


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