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Es ist was Es ist - ein Herbst begleitet von Corona

Zuhause / Österreich

Ein leichter Nebelschleier am Morgen, ein kühles Lüftchen am Abend und die ersten Blätter, die von den Bäumen fallen, kündigen eine mir so liebe Jahreszeit an - den Herbst.

Schon als Kind habe ich diesen Wechsel geliebt , noch nie war ich wehmütig, weil der Sommer vorbei war, denn der Herbst, der die Wälder bunt färbt, stand vor der Tür. Noch heute spüre ich die Freude, die Lebenslust, die in mir aufkeimt, zu Beginn dieser mystischen Jahreszeit in mir.

 

Doch in diesem Jahr wirft sich nicht nur der Nebel wie ein Schleier über den Herbst, nein, es ist auch die Ungewissheit, die sich in den Köpfen der Menschen einnistet.

Denn der Herbst sorgt nicht nur für kahle Bäume, nein, er sorgt auch für rinnende Nasen und schmerzende Hälse.

Das wäre ja alles kein Problem, denn mittlerweile hat der Mensch genügend Mittel und Wege, um Halsschmerzen, Husten und Co. den Kampf anzusagen.


 

Corona stellt uns heuer vor eine ganz neue Herausforderung, denn die Ungewissheit, die sich mit jeder Erkältung ausbreitet und seine Kreise in den Köpfen von viel zu vielen Menschen zieht, kann sehr zermürbend sein.

Für mich heißt es nun schon zum 3. Mal in diesem Jahr Abstand nehmen.

Abstand von der Arbeit, Abstand von anderen Menschen, Abstand von meinem Leben und von meinen üblichen Gedanken, weil sich plötzlich wieder alles um Corona dreht.

 

Mein Freund hat Fieber, einen leichten Husten und wird positiv auf Corona getestet, und schon beginnt sich das Corona Karussell, auf das keiner aufsteigen möchte, erneut zu drehen.

Wir müssen lernen mit der Ungewissheit, den Ängsten, dem Ärger, vielleicht mit dem schlechten Gewissen weil man andere angesteckt hat, und all den anderen Begleiterscheinungen die Corona mit sich bringt , mental umzugehen und dafür gibt es genügend Methoden.

Was hilft also gegen Sorgen und Ängste?

 

Solange du gesund bist, verschwende deine wertvolle Zeit nicht damit, dir Sorgen darüber zu machen, was wohl wäre, wenn du dich bald mit Corona infizieren könntest. Halte auch Abstand zu Menschen, die kein anderes Gesprächsthema finden, sonst wird auch deine Gedankenwelt sehr schnell von Sorgen rund um Corona erfüllt sein. Auch durch Medien werden wir täglich mit Corona konfrontiert, und das prägt sich in unser Gehirn ein. Daher finde einen bewussten Umgang mit Medien, um zu merken, wann der Punkt gekommen ist, an dem es dir nicht mehr gut tut.

Sei jeden Tag dankbar, gesund zu sein und genieße jeden Moment des Herbstes, jeden Sonnenstrahl auf deiner Haut, verbringe viel Zeit in der Natur, atme die frische Luft des Waldes ein, in der sich Terpene befinden - Stoffe, die unser Immunsystem stärken.

 

Was tun gegen die Ungewissheit und den Ärger?

 

Schaffe Klarheit, das Beste, das du tun kannst, um dich von der plagenden Ungewissheit zu befreien, ist es, Klarheit zu schaffen.

 

Sobald du dir Sorgen machst, dass das Kratzen in deinem Hals doch nicht nur eine Erkältung ist,  schaffe Klarheit, ruf bei 1450 an , bleib Zuhause, mach einen Test, so wird aus der Ungewissheit Gewissheit und dann hast mit Sicherheit alles richtig gemacht, ohne andere zu gefährden.

 

Die Zeit, bis das Ergebnis dann kommt, ist wohl am meisten von Ungewissheit geprägt, versuche auch jetzt, dich nicht verrückt zu machen und vermeide es, dir die: “Was wäre wenn?“- Frage zu stellen.

Nutze stattdessen die Zeit und übe dich in Akzeptanz, Corona kann uns so plötzlich aus dem Leben ziehen, und somit sehen wir uns oft mit einem inneren Kampf konfrontiert. Wir können nicht zur Arbeit, müssen unsere Pläne aufgeben. Wir verfallen ins Selbstmitleid und sind wütend, wollen es nicht wahrhaben.


Akzeptanz lässt uns sanftmütig werden, es stoppt den inneren Kampf, denn es ist wie es ist!

Meditiere! Auf Spotify findet ihr unter a MindfullMess eine geführte Meditation von DariaDaria, die dir hilft zu akzeptieren. (Und sehr viele andere schöne Meditationen z.B. zum Thema Loslassen.)

 

„Das beste was du tun kannst wenn es regnet, ist es regnen zu lassen“

 

Sei verantwortungsvoll gegenüber deinen Mitmenschen und halte dir vor Augen, dass das, was du tust, wichtig ist, um andere zu schützen, das wird auch dir helfen mit der Situation und gegebenenfalls mit der Quarantäne umzugehen.

 

Was tun gegen die Verzweiflung?

 

Hör auf zu katastrophisieren, etwas, das wir kognitiv denkenden Wesen gerne tun, ist alles in ein negatives Licht zu stellen, vom schlimmsten auszugehen.

Wenn sich das Corona- Rad beginnt zu drehen, steigen viele von uns in eine von Negativität geprägte Fahrt ein.

Was dabei hilft auszusteigen? Journaling zum Beispiel, ein positiv Tagebuch mit all den tollen Dingen, die du in zwei Wochen zu Hause tun kannst. Oder du schreibst dir jeden Abend 5 Highlights des Tages auf.

Versuche so, die Dinge in ein positives Licht zu rücken.

Eine weitere Methode, um dich zu befreien, ist laut STOP auszusprechen und dabei gedanklich einen Buzzer zu drücken oder  eben umgekehrt, du wirst schon eine für dich stimmige Methode finden.

 

Dieser Herbst wird mit Sicherheit durchwachsen. Deswegen versuchen wir jeden Augenblick noch intensiver zu leben, das Leben zu genießen.

Es gibt sicher auch viele Dinge, die uns Corona lehren kann, wie Verantwortungsbewusstsein, Geduld, Flexibilität und Akzeptanz, Zusammenhalt, alles  Eigenschaften die uns mental stärken.

Außerdem lässt es uns zur Ruhe kommen weil wir gezwungen sind von der Arbeit und unserem hektischen Leben Abstand zu nehmen und so dem Körper die Zeit geben die er brauch um sich zu erholen. 


Kontakt:

Anna Hartmann

E anna_hartmann(at)hotmail(dot)de

Vinyasa Yoga & Yin Yoga Lehrerin
Dipl. Mentaltrainerin i.A
B.A. International Tourism Management
Dissertation: Digital Detox Tourism: “Exploring the normative expectations of Digital Detox holidays in Austria “


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