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Das Thönyhaus im Klostertal

Geheimtipp / Wald am Arlberg

Ziel des Klostertal Museums ist es, der heimischen Bevölkerung und den Gästen die Geschichte des Tales näherzubringen. Es will einen Einblick in bäuerliches Wohnen und Arbeiten sowie in die Besonderheiten des Religiösen und Künstlerischen geben. Schließlich versucht das Museum, die technischen Leis- tungen für den lebensbestimmenden Verkehr engagiert, aber nicht unkritisch darzustellen.

 

Der ursprünglich 1642 erbaute „Thöny-Hof“, der 1874 aus einem Paarhof mit Wohnhaus und Stall zu einem Einhof umgebaut wurde, eignet sich in seiner Ursprünglichkeit und mit seiner reichhaltigen Ausstattung ganz besonders, Wissen über und Gefühl für das Leben der Bauern unter den erschwerten Lebensbedingungen in diesem Tal zu vermitteln.

 

Die Sozialgeschichte des Tales wird anhand von Schicksalen der armen Bevölkerungsschichten über die Jahrhunderte hinweg beschrieben. Die Auseinandersetzungen mit den von außen kommenden Einflüssen der „Weltgeschichte“ und den Bedingtheiten des Zusammenlebens in einem Tal, das oft als unwirtlich und bedrohlich beschrieben wurde, werden in zahlreichen Tafeln dargestellt.

 

Wer die Kunst sucht, findet hier einerseits die Künstlerfamilie Leu, die den Bedürfnissen im Klostertal entgegenkommt, andererseits den Barockbaumeister Anton Ospel, dem es gelingt, in der Metropole große Architektur zu verwirklichen.

 

Die spätbarocken Deckengemälde in der Stube sowie der Stubenkammer des Museums illustrieren das Kunstschaffen in der Region in besonderer Weise.

 

Naturgefahren, wirtschaftliche Not und Krankheiten bestimmten nicht selten das Leben der Talbewohner. Diesen Lebensängsten begegneten sie mit überlieferter Volksfrömmigkeit, die ihnen Schutz und Halt bot. Das Auftreten des weit über die Grenzen bekannten Exorzisten und Wunderheilers Johann Joseph Gaßner, die Auseinandersetzung mit dem Geist der Aufklärung, aber auch Auswüchse wie die Hexenverfolgung werden hier dargestellt.

 

Obwohl die Überquerung des Arlbergs beschwerlich war, ist das Klostertal als Ost-Westverbindung schon früh erwähnt. Anekdotische Ereignisse wie der legendenhafte „Verkehrsunfall“ eines Papstes im Jahre 1414 zeigen die lauernden Gefahren. Trotzdem war der Weg über den Arlberg und durch das Klostertal ein wichtiger Handelsweg, vor allem für den Salztransport.

 

Das Leben im Tal veränderte sich schlagartig, als 1880 der Bau der Arlbergbahn begann. Es sind imponierende Leistungen der Techniker und der vielen Arbeiter, die den Arlbergtunnel und die abenteuerlichen Rampen mit dem Eisenbahngeleise oberhalb des Talbodens bauten. In der Gegenwart wird das Tal geprägt von der zunehmenden Erschließung durch den Fremdenverkehr und die Arlberg-Schnellstraße mit ihren weitreichenden Folgen.

 

Das Museum ist von Anfang Mai bis Ende Oktober jeweils Mittwoch und Sonntag von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Führungen werden nach Voranmeldung gerne organisiert.


Kontakt

 

Klostertal Museum

Haus Nr. 11, A 6752 Wald am Arlberg

Die Betreuung des Klostertal Museums sowie die Organisation von Sonderausstellungen und Veranstaltungen obliegen dem 2001 gegründeten Museumsverein Klostertal.

 

Museumsverein Klostertal

Haus Nr. 60a, A 6752 Wald am Arlberg

Kontaktperson: Christof Thöny
 

T +43 (0) 664 4911474
E christof.thoeny(at)museumsverein-klostertal(dot)at
www.museumsverein-klostertal.at


 

Informationen

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